Osteopathie

Osteopathie

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

die Osteopathie ist ein ganzheitliches manuelles Therapieverfahren für den Bewegungsapparat, die Organe und deren Aufhängungen, die Gewebe (Faszien, Nerven, Gefäße und das Lymphsystem) und die Schädelknochen mit den Membranen und venösen System, dass in jedem Alter, von Säugling bis in das hohe Alter – egal ob präventiv oder bei Beschwerden, Erleichterung schaffen kann.

Die Osteopathie untersucht und behandelt die Beweglichkeit all dieser Systeme manuell und ist auf der Suche nach Mindermobilitäten, die mit den Schmerzen des Patienten direkt oder indirekt über fasziale Zusammenhänge in Verbindung stehen. Osteopathen brauchen hierfür ein umfangreiches Wissen im Bereich der Anatomie, Physiologie, Neurologie und Pathologie. Der Osteopath versucht im ganzen Körper alle Blockaden und Bewegungseinschränkungen zu erkennen, um die Ursache der Beschwerden aufzufinden, die anschließend über Mobilisationen, Muskeltechniken und Manipulationen behandelt bzw. gelöst werden.

Hierbei wird der Körper zur Selbstheilung angeregt, löst Blockaden und Bewegungseinschränkungen, die den Körper gehindert haben, sich „selbst“ zu Heilen. Nach der Behandlung benötigt der Körper etwas Zeit, Ruhe und sanfte Bewegungen, um auf die Therapie reagieren zu können. Deshalb sollte zwischen den einzelnen Behandlungen mindestens eine Woche gewartet werden.

Die Osteopathie ist in Deutschland kein geschützter Begriff. Wer in Deutschland als Osteopath arbeiten will, muss neben dem erfolgreichen Abschluss als Osteopath, seit Ende 2015 die Qualifikation als Heilpraktiker besitzen.

Osteopathische Prinzipien und Philosophie

  • Der menschliche Körper ist vergleichbar mit einem Fluss.
  • Alles was lebt, fließt.
  • Blätter und Zweige können in den Fluss hineinfallen und Hindernisse bilden. Diese können zu Stau und Blockaden führen. So kann eine Verspannung des Zwerchfells den venösen und lymphatischen Rückfluss aus der unteren Körperhälfte nach oben hin behindern.

Der Körper ist eine Einheit.

Diese Einheit kann man nicht in einzelne, voneinander unabhängige Teile zerlegen und behandeln. Schon Hippokrates, der Vater der Medizin, sah den Menschen als eine Einheit von Körper, Geist und Seele, die zueinander in Wechselwirkung stehen. Der Mensch als feinster Ausdruck der Schöpfung wird auch in seiner philosophischen und spirituellen Dimension angenommen.

Auf körperlicher Ebene können 3 Systeme unterschieden werden:

  • Der Bewegungsapparat mit seinen Knochen, Gelenken, Wirbeln, Bändern, Muskeln und deren Hüllen, Faszien, Sehnen usw. Hier kommt die parietale Osteopathie (vergleichbar mit Chiropraktik und Chirotherapie) zum Einsatz.
  • Die inneren Organe mit ihren Blut- und Lymphgefässen, Umhüllungen, Aufhängungen sowie steuernden Nerven: die viszerale Osteopathie (Osteopathie der Eingeweide).
  • Das Nervensystem mit seinen Blutgefässen, Hüllen und Befestigungen (Schädel, Wirbelsäule, Kreuzbein) und der Gehirnflüssigkeit mit den Häuten und Membranen der sie umgebenden Räume sowie ihrem eigenen Rhythmus: die cranio-sakrale Osteopathie.

Diese 3 Systeme brauchen ein harmonisches Gleichgewicht und beeinflussen sich gegenseitig. Dieses individuelle Gleichgewicht heißt Gesundheit.

Kein Teil funktioniert für sich alleine.

Ein lokaler Schmerz kann in einem der 3 Systeme seine Ursache haben. Beschwerden können woanders auftreten als ihr Ursprung liegt.

  • Herzkrankheiten können sich im linken Arm oder der linken Schulter bemerkbar machen
  • Nierenprobleme können Schmerzen in der Leistengegend erzeugen
  • Magenkrankheiten können zu Beschwerden zwischen den Schulterblättern führen
  • Kopfschmerzen können ihren Ursprung im Nacken haben oder blutdruckbedingt sein

Abnormaler Druck in einer Körperregion erzeugt abnormalen Druck in einer anderen Körperregion. Dadurch können sich Funktionsstörungen verlagern. Das erklärt, warum der Osteopath auch an Stellen untersucht und eingreift, an denen gar keine Symptome sind.

Der Körper ist imstande, sich selbst zu regulieren, gesund zu erhalten und zu heilen. Er hat enorme Selbstheilungskräfte.

Der Körper wurde geschaffen als Gottes Apotheke – Dr.Still

Indikationen

In meiner täglichen Praxis erfahre ich, dass die osteopathische Behandlung mit ihrer ganzheitlichen Ausrichtung Hilfe bei vielfältigen Beschwerden bietet. Ich stelle Ihnen auf dieser Seite einige Beispiele für Anwendungsbereiche aus meiner Praxis vor. Wie alle im medizinischen Bereich Tätigen, kann ich natürlich keinen Erfolg garantieren, obwohl ich die Osteopathie im Praxisalltag als effektive Behandlungsmethode erleben. (s. u. Hinweis aus rechtlichen Gründen)

In der Osteopathie wird Krankheit als Zeichen einer Störung oder Einschränkung der Funktions- und Bewegungsabläufe im Körper verstanden. Ziel der osteopathischen Behandlung ist es daher, Störungen und “Blockaden” zu finden und zu lösen und so den Selbstheilungskräften (Autoregulation) des Körpers zu ermöglichen, Gesundheit wiederherzustellen.

Osteopathie ist eine eigenständige Behandlungsmethode, kann aber auch als ergänzende und begleitende Maßnahme zu anderen fachärztlichen Therapien eingesetzt werden. Das Ziel ist, den Gesundheitszustand zu verbessern und zu stabilisieren.

Einige Erkrankungen erfordern unbedingt die (eventuell parallele) Behandlung durch den entsprechenden Facharzt. Ich gebe gerne hierzu Auskunft.

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst.

Kostenübernahme bzw. –Erstattung

Die Behandlungskosten werden von den meisten gesetzlichen Kassen (GKV) anteilig übernommen. Weitere Informationen finden Sie bei Osteokompass.

Einige Kassen verlangen ein Privatrezept oder ärztliche Bescheinigung, um sicher zu gehen, dass diese Art von Behandlung indiziert ist.

Bei den privaten Krankenkassen gestaltet sich die Kostenübernahme nach der Gebührenordnung der Heilpraktiker (GbüH).